|
13.10.17 - 14.10.17 PCHC Nuerburgring |
Ergebnisse
|
--> Foto-Galerie -->TextBericht -->Presseberichte: Weitere Bilder nur für Mitglieder: (Benutzer und Kennwort auf PCD Mitgliedskarte) |
|
Herzschlagfinale der PCHC in der Eifel Ein Finale hat seine ganz besondere Dramatik. Wenn dann auch noch mehrere Fahrer Chancen auf den Meistertitel haben, können Glück oder Pech zu den entscheidenden Faktoren werden. Am Ende nahm mit Georg Vetter ein Pilot den Titel empfang, der wohl selbst damit nicht mehr so wirklich gerechnet haben dürfte. Der Schwarzwälder siegte zwar so oft wie kein anderer Pilot in der Klasse, hatte jedoch das Pech, dass meist zu wenig Gegner antraten. Dementsprechend sammelte die Konkurrenz trotz weniger Siege mehr Zähler. Eben mit jenen Außenseiterchancen reiste Vetter an den Nürburgring. Und tat, was er immer tat. Er fuhr zwei lupenreine Doppelsiege in der Klasse 3 vor Michael Schwarz-Bahl (Cayman S) und Günther Weber (964 Carrera 4) ein. Vor allem in der Anfangsphase des ersten Rennens mischte Vetter ganz vorne im Gesamtfeld mit. Dass es am Ende für den sympathischen Diplomingenieur zu seinem zweiten Meistertitel reichte, lag auch am Pech der Konkurrenz. Eigentlich schien der Weg für Gerhard Kilian zu seinem ersten Meistertitel in der Porsche Club Historic Challenge reine Formsache zu sein. Im bisherigen Saisonverlauf hatte Kilian zehn von 13 Rennen in der Klasse 8 gewonnen. Mit einem Schachzug sorgte die Titelkonkurrenz zumindest dafür, dass zusätzliche Spannung aufkam. Benno Berwanger startete mit dem letztjährigen 997er in derselben Klasse wie Kilian. Prompt platzierte sich Berwanger im Zeittraining vor Kilian. Doch ein Dreher von Berwanger in der Einführungsrunde auf der vom Morgennebel noch feuchten Piste schien Kilian in die Karten zu spielen. Doch Berwanger kämpfte sich immer näher heran und ging schließlich vorbei. Um Meister zu werden, musste Kilian im zweiten Rennen nur noch ankommen. In Runde sieben waren die Titelhoffnungen jedoch schlagartig beendet. Kilian verbremste sich, rauschte durchs Kiesbett und drehte sich um 180 Grad. Der Porsche rollte wieder rückwärts auf die Strecke. Dabei krachte Rolf Rummel (996 GT2) in das Heck des Cup 911er. „Mir war unbegreiflich, wo das andere Auto herkam", so ein schwer enttäuschter Gerhard Kilian. Zumindest den dritten Meisterschaftsrang, sowie den Sieg in der Kategorie 7+8 durfte er mit nach Hause nehmen. Ertl und Schlager holen die Gesamtsiege Bei trockenen Bedingungen im zweiten Heat war Jürgen Schlager (993 GT2) indes nicht zu halten. Im ersten Rennen hatte sich der Turbo-Porsche gleich in der ersten Runde eingangs Mercedes-Arena gedreht und war dem Feld hinterher gehetzt. Das brachte immerhin noch Platz fünf und vor Markus Alber (997 GT3 Cup) Rang drei in der Klasse 10 ein. Doch der Turbo-Pilot wollte den Gesamtsieg, denn die Eifel liegt dem Badener besonders gut. Im Juni feierte er noch einen Doppelsieg. Mit Lukas Ertl hatte Schlager zwar einen starken Gegner, doch Rennaction kam nur kurz auf. Da wegen des Kilian-Unfalls früh das Safety-Car auf die Piste kam, war das Rennen vorbei, ehe es eigentlich so richtig begonnen hatte. Die Piloten wurden noch losgelassen, um über den Zielstrich zu fahren. Hier lautete die Reihenfolge Schlager vor Ertl, Berwanger und Sczepansky. „Ich hätte das Rennen gerne ohne Safety Car beendet. Es war bis zu dem Zeitpunkt ein tolles Rennen. Ich konnte beim Start gleich auf die erste Position vorfahren und den Lukas Ertl auch hinter mir halten“, bedauerte der Sieger das Ende des letzten Saisonrennens. Lukas Ertl sah es ähnlich: „Jürgen Schlager ist mit seinen PS gleich beim Start vorbeigezogen. Ich bin nicht gleich rangekommen und das Safety-Car hat alles beendet. Schade, dass die Saison jetzt so mit dem Unfall geendet hat.“ Benno Berwanger feierte Doppelsieg in der Klasse 8 Histo-Sieg geht knapp an Vater-Sohn Duo Mike und Dirk Torwesten |