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60 PCLife 04 | 2024Sardinien ach gut einem Jahr Planung ging es Anfang Mai 2024 von Leipzig %u00fcber Frankfurt nach Olbia. Zuvor hie%u00df es, die Fahrzeuge zu verladen. Die LKW einer Spedition aus dem Allg%u00e4u setzten sich am 2. Mai 2024, als wir alle noch schliefen, Richtung Italien in Bewegung. Dank Peilsender wussten wir jederzeit, wo sie sich befanden. Mit der F%u00e4hre am Freitag um 22:00 Uhr gelangten die Fahrzeuge von Livorno auf die Insel Sardinien. Im Hafen angekommen wurden Stellpl%u00e4tze gesucht und ausgehandelt, dass man dort f%u00fcr die n%u00e4chsten Tage stehen durfte.Nachdem der Flieger p%u00fcnktlich gelandet und das Gep%u00e4ck abgeholt war, ging es f%u00fcr uns mit dem Taxi ins Hotel Panorama. Auch wenn jeder schnell zu seinem Auto wollte, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist oder auch nur, um sein Sch%u00e4tzchen zu streicheln, mussten die Autos noch eine Nacht im Hafen bleiben. In der Altstadt gab es keine Parkpl%u00e4tze. Um 19:30 Uhr ging es zum gemeinschaftlichen Abendessen ins Restaurant La Lanterna. Ein echter Geheimtipp f%u00fcr alle Olbia-Besucher.Am Dienstag sollte es dann endlich losgehen. Als wir am Hafen ankamen, waren unsere Sch%u00e4tzchen schon abgeladen und standen bereit. Nach einem kurzen Briefing und dem Einladen des N Gep%u00e4cks starteten wir. Durch den quirligen Verkehr fuhren wir Richtung S%u00fcden aus der Stadt in die Berge mit geplanten Umwegen zu unserem ersten Zwischenziel Tortoli. Vor uns lagen gut 195 km mit unz%u00e4hligen Kurven. Auf zum Teil sehr schmalen Stra%u00dfen kreuz und quer durchs Hinterland erklommen wir am ersten Tag gut 5.000 m Berg und Tal. Kurve reihte sich an Kurve. Man konnte den Zuffenhausenern, egal ob Sauger oder zwangsbeatmet, f%u00f6rmlich ansehen, dass nicht nur die Fahrer Spa%u00df hatten. In Tortoli angekommen, das Grinsen immer noch im Gesicht, wurde der Tag beim Benzingespr%u00e4ch an der Poolbar ausgewertet. Um 19:30 Uhr gab es Abendbrot, denn in diesem Hotel hatten wir Halbpension gebucht. Nach dem Abendessen verschwanden die ersten auch gleich zur Nachtruhe. Kurven fahren macht m%u00fcde.Von Tortoli aus ging es am n%u00e4chsten Morgen weiter nach Villasimius zum Hotel Cruccuris. Heute waren gut 200 km zu bew%u00e4ltigen. Wie am ersten Tag hie%u00df es Kurven, Kurven und nochmal Kurven. Die Bremsen hatten jeden Tag H%u00f6chstleistungen zu vollbringen. Links die Felsenwand, rechts der Abhang. Die Augen immer auf die Stra%u00dfe, beide H%u00e4nde fest am Lenkrad. Der eine oder andere war manchmal froh, wenn es ab und zu auch ein paar Kilometer geradeaus ging. Im Hotel haben wir auch zu Abend gegessen und den Tag bei Wein und Bierchen ausklingen lassen.Unser n%u00e4chstes Ziel: Carbonia. Von Villasimius fuhren wir zum Hotel Lu. Mit einer Tagesetappe von gut 130 km hatten wir heute etwas weniger zu bew%u00e4ltigen. Auf einer wundersch%u00f6nen Stra%u00dfe, das Meer fast immer in Sichtweite, haben wir die Fahrzeuge im Hafen von Cagliari geparkt. Auf dem Programm stand die Hauptstadt der Insel. Egal ob Shopping, Sightseeing oder nur ein Espresso in einer der zahlreichen Bars: Jeder hat die Zeit f%u00fcr sich genossen. Nach dem Verlassen der Stadt ging es knackig in die Berge. Links und rechts alte Industrieruinen des Kohlebergbaus vergangener Zeiten. Dank der Steinkohlevorkommen wurde die Stadt einst gegr%u00fcndet. Am Abend hatten wir im Steakhouse Happy West reserviert. Das Ambiente war ern%u00fcchternd, aber nach der Entdeckung der Reifeschr%u00e4nke war die verhaltene Stimmung, zumindest bei allen M%u00e4nnern, verflogen. Denn in diesen war verschiedenstes Fleisch aus der halben Welt zu bewundern, von A wie Alligator bis Z wie Zebra. Unsere Steaks wurden perfekt gegrillt. Weltklas1.033 Kilometer Strecke 2.849 Kurven14.000 m Berge rauf und runter

