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                                    PCLife 02 | 2025 3EditorialMotivationBegeisterung ist keine Dauerl%u00f6sung.Neulich kreisten meine Gedanken um Fragen wie: Was motiviert uns? Wie motiviert man? Dabei stolperte ich %u00fcber den Begriff %u201eintrinsische Motivation%u201c, also der Antrieb, der (eigentlich) in jedem von uns steckt, sich selbst durchs eigene Tun und Handeln zu beweisen, und das bitte ohne Belohnungen oder Abmahnungen von au%u00dfen. Das w%u00e4re doch schon mal ein Gewinn f%u00fcr uns alle.Warum also warten, ja sehnen wir uns (manchmal) trotzdem nach irgendwem, der UNS, der Sie/Dich/mich motiviert? Und, da schon von Berufs wegen durchaus kritisch eingestellt, frage ich mich sofort, warum versucht %u00fcberhaupt jemand, mich/uns zu motivieren? Was steckt dahinter? Dabei wird die ewige Jagd nach Motivation leicht zum Bremsklotz, sie ist aber auch der Schl%u00fcssel zu unser aller Produktivit%u00e4t, von der Schul- %u00fcber die Werk- bis hin zur Datenbank. Die moderne Arbeitswelt erwartet, nein, fordert von uns, dass wir Begeisterung zeigen. Doch der st%u00e4ndige Appell, immer motiviert zu sein, kann zur Belastung werden %u2013 und was passiert, wenn sie fehlt? Das Optimum liegt wohl irgendwo dazwischen, denn: Pure Begeisterung ist keine Dauerl%u00f6sung und schlicht nicht durchzuhalten! Warum? Weil wir keine Maschinen sind. Weil Gef%u00fchle schwanken. Und weil echte Richtung im Sinne einer Zielvorgabe wichtiger ist als oberfl%u00e4chlicher Euphorie-Schwung. Dazu sp%u00e4ter mehr.Wer sich nur auf zwangsverordnete und aufoktroyierte Motivation verl%u00e4sst, f%u00e4llt alsbald in ein tiefes Loch, zweifelt an sich selbst, sobald sie fehlt. Bestes Beispiel f%u00fcr gepushte Aktivit%u00e4t: die sogenannten sozialen Medien. Da m%u00f6gen die Posts auf Insta & Co noch so lustig sein, noch so skurril und noch so viel euphorische Gesichter und gestellte Posen vor malerischer Kulisse zeigen. Ein Like und noch eines und tausende mehr %u2013 schon warten wieder alle auf den n%u00e4chsten Hype. Man wird so automatisch zum Getriebenen. Ist es falsch, wenn ich sage: Hier wirkt diese Art Motivation zu zeigen wie eine gef%u00e4hrliche, t%u00e4glich, st%u00fcndlich gespritzte Droge?Viel wichtiger erscheint mir, dass wir unsere eigene Motivation an einem Ziel oder zumindest an einem angestrebten Zwischenziel ausrichten. Denn Motivation, die aus uns selbst heraus entsteht, gibt uns eine Orientierung%u2013 wenn das gew%u00fcnschte Ergebnis klar umrissen ist. Sei es ein gutes Projektergebnis oder einfach der Wunsch nach einem ruhigen Feierabend. Wer glaubt, dass immer nur Dauer-Euphorie der Weg zum Erfolg ist, scheitert schnell an der Realit%u00e4t. Zielklarheit hilft, auch ohne Hochgef%u00fchl ins Tun zu kommen %u2013 verl%u00e4sslich, reflektiert und weil es zu unserem heutigen Zeitgeist so gut passt: nachhaltig.Wenn ich mich motivieren will %u2013 dann setze ich mich in meinen Porsche und fahre zu Euch, zur Charity-Veranstaltung, zum Clubabend, auf die Rennstrecke oder mit Euch auf kurvigen Stra%u00dfen durchs Land. Das Mittel zum Zweck? PORSCHE. Und das Sch%u00f6ne dabei: Keiner zwingt mich und Sie/Dich ebenso wenig. Wir machen das aus unserem Inneren heraus, wir lieben unsere Porsche, wir lieben die Geselligkeit unter Gleichgesinnten. Und viel wichtiger: Keiner braucht und verwendet seine Zugeh%u00f6rigkeit zur Selbstdarstellung. Einer der Motivations-H%u00f6hepunkte in dieser Ausgabe: der PC Nibelungen, der sich als %u201eKnabenchor %u2013 ohne hohes C%u201c zu einem Porsche Song inspirieren lie%u00df. Da gibt%u2019s was f%u00fcr uns alle auf die Ohren (siehe QR-Code auf Seite 26). Also wenn das nicht unter den Begriff Eigen-Motivation f%u00e4llt! Und wenn Ihr/Du dann auf den n%u00e4chsten Seiten lesen k%u00f6nnt, was sich junggebliebene Alte und ebenso kreativ die J%u00fcngeren in den PC einfallen haben lassen, dann wird klar: ihre Motivation kennt (fast) keine Grenzen. W%u00e4hrend sich also die einen in unserer Porsche Clubgemeinschaft bei Events und Ausfahrten den n%u00e4chsten Motivationsschub g%u00f6nnen, waren es auf den Rennstrecken in Anneau du Rhin und auf dem Salzburgring die zahlreichen Porsche Fahrer beim Kampf um die tausendstel Sekunde. Oh ja, auch das kann motivieren: noch besser, noch schneller, noch ausgefeilter zu fahren. Dabei zieht einer unangefochten (Stand 20. Juni) seine Runden: Heinz-Bert Wolters. Nein kein Youngster, sondern ein g%u2019standenes Mannsbild, seit Jahren in der PCHC-Serie unterwegs. Er, wie alle anderen, die seine R%u00fccklichter nur allzu gut kennen, vereint eines: die Motivation zu einer artgerechten Haltung ihrer Porsche. So die g%u00e4ngige Redewendung unseres PCD-Sportleiters Michael Haas, die in die Geschichtsb%u00fccher des PCD eingehen wird. Und das ist gut so!Und jetzt die %u201eUmdenke%u201c: Wer sagt denn, dass man mit einer gleichm%u00e4%u00dfigeren Fahrweise nicht auch Siege, Pokale und Ehre einheimsen kann? Probieren Sie es mal aus, ob Sie imstande sind, die eine und andere Runde auf dem Hockenheimring, Salzburgring usw. auf die tausendstel Sekunde in genau der gleichen Zeit zu fahren. Habe ich Sie/Dich neugierig gemacht? Dann sehen wir uns bei der n%u00e4chsten PCCVeranstaltung, siehe Terminkalender!In diesem Sinne Frank J. GindlerChefredakteur PORSCHECLUBFINESTONTOURFrank.Gindler@pclife-magazin.deTitelbild: Ren%u00e9 Staud
                                
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