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                                    PCLife 03 | 2025 3EditorialWeniger ist mehr ...%u2026 bitte, bitte weiter lesen. Denn wem steigt nicht die Zornesr%u00f6te ins Gesicht, wenn im Restaurant die Teller kleiner werden, damit das, was sonst auf einem gro%u00dfen Teller so verloren ausgeschaut hat, jetzt als gro%u00dfe Portion deklariert wird. Gem%u00fctliches Beisammensitzen ist nicht mehr, weil die Restaurants ihre Tische und St%u00fchle immer enger zusammenstellen und in Schichten vergeben. Und dann die Preisgestaltung %u2013 ein ewiges Dilemma. Wie in Endzeitstimmung wird versucht, alles zu MEHR Geld zu machen: Mieten, Autos, Reisen und eben das Essen. Denn Letzteres m%u00fcssen wir jeden Tag, auf alles andere kann man verzichten %u2013 will es aber nicht, weil wir es uns mit H%u00e4nden und Verstand erarbeitet haben. Im Hotel verzichte ich aufs Bettenmachen und frische Handt%u00fccher, bekomme aber keinen Rabatt, %u00e4hnlich im Supermarkt: Warum selber scannen, wenn sich dadurch auf lange Sicht der Ladenbetreiber das Personal einspart? Frag%u2018 den Filialleiter mal nach Rabatt %u2026Was bleibt uns Normalb%u00fcrgern? Sich weniger g%u00f6nnen? Ist eine %u00dcberlegung wert! Muss ich jedem neuen Sternekoch die Hand sch%u00fctteln? In M%u00fcnchen gibt es 15 Michelin-Sterne und 53 Hauben- und Gault&Millau-Restaurants. Mein Stamm-Italiener hat weder noch. Wir kennen uns und behandeln uns mit gegenseitigem Respekt f%u00fcr das, was wir tun und leisten. Und ... der Espresso, der Grappa zum Abschluss ist nach wie vor kostenlos.Dieses Beispiel sollten wir auf vieles in unserem Hier und Alltag %u00fcbertragen. Angebot und Nachfrage, Service und Partnerschaft (und das nicht nur, wenn nur einer schafft). Die Welt h%u00f6rt nicht auf, sich zu drehen, auch wenn derzeit %u2013 %u00fcbergewichtig von den Medien publiziert %u2013 wahrlich vieles aus dem Ruder l%u00e4uft. Doch es gibt ein Morgen, ein %u00dcbermorgen. Und wer sich da dann nicht mehr in die Augen schauen kann %u2013 der hat wirklich verloren. Es ist die Crux vieler %u201eJung-Studierter%u201c und Zeitgenossen, und damit meine ich l%u00e4ngst nicht nur die viel gescholtene Gen Z, die meint, das HEUTE zum eigenen Nutzen willk%u00fcrlich und egoistisch missbrauchen zu m%u00fcssen, nur um die von ihnen gesteckten Ziele zu erreichen. Vertrauen, Respekt %u2013 Fehlanzeige, frei nach dem Motto %u201eNach mir die Sintfl ut%u201c. Es gilt aber seit jeher und ist ein gewichtiger Pfeiler in unserem Privat- und Berufsleben: %u201eMan trifft sich im Leben meistens zweimal!%u201cNicht zweimal, sondern bereits zum dritten Mal fand in M%u00fcnchen die IAA statt. Einst haben diese drei Buchstaben die Welt in ihren Bann gezogen und Deutschland war das Herz der weltweiten Automobilit%u00e4t. Da gab es noch eine optische Zuordnung zu den einzelnen Automarken und schon im R%u00fcckspiegel konnte man sehen, welche Automarke sich gerade anschickt, mich %u00fcberholen zu wollen. Und weil Pneus mit Ma%u00dfen wie 305/30R20 nicht mehr gew%u00fcnscht werden, h%u00e4ngt sich die IAA den Zusatz %u201eMobility%u201c an, wird zuk%u00fcnftig auch Stra%u00dfenbahnen und den %u00d6PNV mit einbinden (wollen). Wobei die vielgepriesene Mobilit%u00e4t heute schon teilweise breitere Fahrspuren zur Verf%u00fcgung hat als das %u201egeschasste%u201c Auto, und Kinder-LKWs (Long John/Trikes) %u00fcberall mobil fahren d%u00fcrfen, besonders beliebt auf B%u00fcrgersteigen, weil sie da die St%u00e4rkeren sind. Das nennt sich dann grenzenlose Mobilit%u00e4t. Heute sind die meisten Automobile zum Verwechseln designt, keiner identifi ziert sich mehr*) mit seinem Modell, wie fr%u00fcher mit seinem Manta von Opel, dem 3er von BMW dem Golf GTI, um den sich eine ganz eigene Szene bildete. Und dann der Mini, der damals so klein war, dass man ihn fast %u00fcbersehen hat. Sie haben gleichgesinnte Zeitgenossen zusammengeschwei%u00dft, da wurden Clubs gegr%u00fcndet, die Gemeinschaften beschworen. Das war doch ein St%u00fcck Lebensqualit%u00e4t? Oder? Okay, es ist schwierig, in einem internationalen Markt nicht mit einer neuen Namensgebung ins Fettn%u00e4pfchen zu treten (bitte fragt Google: nach Pinto, K900, e-tron, MR2 u.a.). Um einen Fauxpas zu umgehen, muss es ein sDrive20i M Sport sein, ein GLS 600 4Matic, ein Touring Sports 2.0 Hybrid GR Sport. Und sorry, ein Auto aus der Serie ID3-ID7 sagt mir auch nicht, ob ich so etwas %u00c4hnliches E-m%u00e4%u00dfig auf der Stra%u00dfe bewege, ob es einem Golf gleicht, einem Passat. (Anmerkung: den ID.6 gibt%u2019s nur in China. Die drei Sitzreihen w%u00e4ren aber hier in Deutschland auch sehr w%u00fcnschenswert!) Warum unbedingt neue Namen kreieren, wenn der Name Golf GTE (Hybrid) noch Gef%u00fchle in uns weckt? Wie soll ich zu diesen %u201eNeutronen%u201c eine %u201eLiebesbeziehung%u201c aufbauen? Oder ist hier schon KI im Einsatz, die ja alles besser wei%u00df, aber keine Seele hat?*) W%u00e4re da nicht die Marke Porsche!Seit jeher und %u00fcber Generationen hinweg ist ein 911 ein Porsche. Punkt. Ob der nun als Verbrenner daherf%u00e4hrt oder als E %u2013 ist das nicht meine pers%u00f6nliche und freie Entscheidung? Du/Sie/Ihr m%u00fcsst Euch ja nur die folgenden Clubseiten anschauen. Lest und schaut in die Gesichter Eurer Clubfreunde, auf die 911, die sie fahren. Und ja, es weckt in uns das Gef%u00fchl, ein Sch%u00e4tzchen zu besitzen. Gemeinsam er-fahren wir, dass es nach Stress und %u00c4rger im Alltag auch entspannende Zeiten gibt. Wobei %u2013 bewerte ich die PCHC-Veranstaltung in Spa richtig, dann war es doch echtes Herzklopfen bei den Motorsportfahrern, weil sie erstmals als Rahmenserie beim 992 GT3 Endurance Cup gestartet sind. Das gibt genau diesen gewissen Adrenalinschub, dann in Assen und nat%u00fcrlich beim Finale am N%u00fcrburgring nochmals richtig am Punktekonto zu %u201eschrauben%u201c. Im %u00dcbrigen ein Mammut-Projekt der nur vierk%u00f6pfi gen Orga-Mannschaft um Michael Haas, PCD- Sportleiter (s. Seite 12). Mit Routine und Sachverstand haben die jeweiligen PC-Sportleiter, unterst%u00fctzt vom PCD ihre PCC-Veranstaltungen in Meppen, Leipzig, am Hockenheimring oder Bilster Berg absolviert und das gefl %u00fcgelte Wort von der %u201eartgerechten Haltung%u201c eindrucksvoll best%u00e4tigt (Seite 16). Ebenfalls mit positivem Stress-Faktor belegt: die MdPu-Ausfahrten, die in den letzten paar Monaten gleich 15 PCs ins Ausland zog (Seite 26), w%u00e4hrend 16 PCs er-fahren haben, wie sch%u00f6n Deutschland in all seinen Facetten auch sein kann (Seite 67). Na, wenn das dann kein sch%u00f6ner Sommer war! Mein Dank geht daher an alle, die zu dieser bemerkenswerten Herbstausgabe Ihres PCLife beigetragen haben. %u00dcbrigens: Gebt doch eine R%u00fcckmeldung, ob und wie Ihnen/Euch das Clubmagazin gef%u00e4llt. Dazu haben wir diesem Heft eine Leserbefragung beigelegt.In diesem Sinne,mit 911 freundlichen Gr%u00fc%u00dfenFrank Gindler Chefredakteur PORSCHECLUBFINESTONTOURFrank.Gindler@pclife-magazin.de
                                
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