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                                    42 PCLife 02 | 2024> Die RennstreckeDie 3,8 km lange Strecke von DijonPrenois stellt fahrerisch eine Herausforderung dar, wobei besonders die langgezogene Kurve mit einer Bodenwelle vor der 1,1 km langen Start-/ZielGerade im Gedächtnis bleibt. Dijon-Prenois zählt zu den wenigen verbliebenen Natur-Rennstrecken, vergleichbar mit der Nürburgring-Nordschleife oder Zandvoort. Bis Ende 1984 wurden hier Formel-1-Rennen ausgetragen, und 2009 fand erstmals ein DTM-Lauf statt. Die Porsche Club Historic Challenge und die PCC-Serie waren zuletzt 2014 in Dijon vertreten. Zu Beginn war die Stimmung zwischen der Dijon-Streckensicherung und dem PC Schwaben nach den schwierigen Vorgesprächen noch etwas angespannt. Gleich zu Beginn hat die Dijon-Organisation dann unsere professionelle Organisation kennengelernt und das vorbildliche und disziplinierte Verhalten der Teilnehmer und Instruktoren auf der Rennstrecke bestätigt. Auf der Strecke lief alles reibungslos ohne besondere Vorkommnisse. Wir starteten am Morgen mit dem Geführten Fahren hinter den vier Instruktoren. Dabei ging es zunächst darum, die Strecke kennenzulernen. In der Folge konnten in jeder Runde weitere Details zur Strecke wie Grip oder Unebenheiten erfahren werden. Letztendlich wurde die Ideallinie für die komplexen KurvenKombinationen mit Steigungen und Gefälle bis 14% erarbeitet. Während des Freien Fahrens standen dann die Instruktoren, vor allem Gerry Haag, permanent als Beifahrer parat und diskutierten mit den Teilnehmern alle möglichen Fahr-Situationen und technischen Aspekte. Für das Wohlbefinden der PorscheFahrzeuge sorgten die extra für das Fahrtraining angereisten Service Mitarbeiter des Porsche Zentrums Reutlingen. Glücklicherweise waren nur die auf der Rennstrecke üblichen kleineren Routine-Arbeiten zu erledigen. Dazu gehörten auch der vorab eingeplante Wechsel von Bremsbelägen, die Überwachung des Reifen-Luftdrucks usw. Der zweite Tag begann mit Regen und schlechtem Wetter – seltsamerweise fing der Regen immer dann an, wenn Fritz Letters auf den Rettungswegen als Photograph unterwegs war. Zur Freude aller wich der Regen um die Mittagszeit. Danach stiegen die Temperaturen langsam an, ansatzweise war blauer Himmel erkennbar und am Nachmittag zeigte sich sogar die Sonne. Am zweiten Tag war keine Gruppeneinteilung mehr erforderlich – stattdessen hieß es „Open Pitlane“, da alle Teilnehmer sicher, umsichtig und fair auf der Rennstrecke unterwegs waren. Die hervorbrechende Sonne motivierte noch einmal und die Teilnehmer genossen jetzt die viel besseren Fahrbedingungen der Rennstrecke. Kurz vor dem offiziellen Ende hatte jeder Teilnehmer mehr Fahrzeit verbracht und Kilometer auf der Rennstrecke gefahren, als im Vorfeld erwartet. Das exklusive Fahrtraining auf der Rennstrecke Dijon-Prenois war zweifellos eine unvergessliche Erfahrung für alle Teilnehmer und Organisatoren. Die Stre-
                                
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